Varis Galanodel

Ein Mondelf, der ausgezogen war, Sehanine Mondbogen zu dienen und sein Schicksal in ihrer Führung zu finden.

Description:

Steckbrief von: Varis Galanodel
Rasse: Mondelf
Alter: 250 Jahre
Klasse: Kleriker
Größe: 1,78 cm
Gewicht: 65 kg
Sprachen: gemeine Handelssprache, Elfisch, göttliche Sprache, Zwergisch, Orkisch

Bio:

Varis, oder wie er als Kind hieß: Vall, wuchs in der elfischen Siedlung Immerska (engl. Everska) im Norden Faerûns zusammen mit seiner Schwester bei seiner Mutter auf. Sein Vater war im Kampf in den monsterverseuchten Gebieten ums Leben gekommen, wie so viele andere Kämpfer und Soldaten.
Als Kind konnte Vall die Religiosität seines Volkes kaum verstehen. Sie alle beteten die dreifaltige Göttin Angharradh an. Vall empfand die religiösen Feste und Zeremonien damals eher als Last, da er lieber Stunden und Tage in Bibliotheken mit Büchern und teilweise sehr alten Schriftrollen verbrachte. Dadurch lernte er schon in jungem Alter mehrere Sprachen und eignete sich viel Wissen über die Völker Faerûns an.

Eines Nachts meditierte der junge Elf, als ihm die Göttin Seharine Mondbogen erschien. Mysteriös wie sie war, gab sie sich kaum preis und Vall rätselte lange, doch er vermochte es nicht, ihre Botschaft zu deuten. Scheinbar ungeduldig erschien ihm die Göttin erneut und drückte sich diesmal klarer aus: Wenn Vall seinen Weg nicht finden und die dunklen Möchte nicht besiegen konnte, würde Schlimmes geschehen.
Mittlerweile war der Elf 125 Jahre alt – höchste Zeit, erwachsen zu werden. Wie es bei den Elfen üblich war, suchten diese sich im Alter von etwa 100 Jahren einen neuen Namen aus und begannen nach einer Zeremonie ihr Erwachsenendasein. So ließ sich auch Vall in einer Zeremonie in Varis Galanodel („Moonwhisperer“) umbenennen und zog anschließend los, um sein Schicksal außerhalb der Gemeinschaft zu finden.

Die Natur im hohen Norden war unerbittlich, vor allem für einen jungen Elf, der bisher im Schutz der Gemeinschaft gelebt hatte: Schneestürme, Monster und die klirrende Kälte trieben ihn bis an seine Grenzen. Doch wieder einmal half ihm seine Göttin: Als Varis gerade kraftlos zusammenbrach und ihn der Schnee begrub, weckte ihn einige Zeit später das helle Licht des Vollmondes, das durch die Wolken und auf die Stufen einer verlassenen und verfallenen Kapelle fiel. Das Zeichen der Sehanine Mondbogen über dem Eingang war gerade noch zu erkennen: Ein Vollmond mit einem blauen Halbbogen dahinter. Varis schleppte sich hinein und war in der baufälligen Kapelle vor dem erbarmungslosen Wetter erst einmal einigermaßen geschützt.

Er erholte sich und entschloss sich, den Schrein seiner Göttin zu ehren, indem er ihn wieder aufbaute, restaurierte und darin lebte. Er studierte Sehanine Mondbogen und ihre Weisheiten jahrelang, eignete sich noch mehr Wissen an und bewachte den Schrein. Um ihn vor Angreifern zu schützen, eignete er sich auch vermehrt Wissen über die magischen Künste an, auch zur Selbstverteidigung.
Immer wieder kamen Handelskarawanen oder einzelne Wanderer oder Kaufleute am Weg vorbei, froh um eine kleine Pause in dem mittlerweile prächtigen Schrein, in dem für jeden freundlich gesinnten Gast ein warmes Feuer brannte. Auch über die Gesellschaft des weltoffenen Elfs freuten sich die Reisenden und entlohnten ihn meist mit Nahrung oder Gegenständen, die er gebrauchen konnte. Immerhin war er auf diese angewiesen, da er den Schrein so gut wie nie verließ. So war Varis trotz seiner abgelegenen Lage selten einsam. Und wenn, dann genoss er die Ruhe und die Nähe zu seiner Göttin, der er schließlich sein Leben und den Sinn darin verdankte.

So vergingen über 100 Jahre, in denen Varis sein Leben dem Schrein und seiner Göttin widmete. Diese erschien ihm in all der Zeit kein weiteres Mal, doch Varis´ Glaube schwand nicht. Er fühlte sich ihr dennoch nah, auch wenn er sich manchmal einsam fühlte, wie er auch zugab. Dann betete er einfach verstärkt, um sich Sehanine Mondbogen näher zu fühlen.
Die Belohnung folgte jedoch, als Varis bereits 250 Jahre alt war: Die Göttin erschien ihm endlich erneut in einer Vision, während er meditierte. Sie erkannte sogar seine Treue an und lobte ihn für seine Arbeit. Doch sie teilte ihm auch die nächste Aufgabe mit: „Verharre nicht mehr, sei kein Baum. Sei ein Vogel, ein edler Adler, und mach dich bereit, die Reise anzutreten. Du bist bereit, die Schönheit der Welt kennen zu lernen, und ihre Schrecken zu bekämpfen.“
Varis musste sich mit dieser Aufgabe erst anfreunden, wie er sich zugestehen musste. Er musste zugeben, dass dies hier sein Zuhause geworden war.

Den Schrein hinter sich zu lassen, fiel ihm aber nicht mehr so schwer, als plötzlich seine Schwester auftauchte, die er schon seit er das Dorf verlassen hatte, nicht mehr gesehen hatte. Sie teilte ihm mit, dass Sehanine Mondbogen ihr im Traum erschienen war und ihr aufgetragen hatte, über diesen Schrein zu wachen. Überglücklich darüber, seine Schwester wieder zu sehen und den Schrein in guten Händen zu wissen, fiel Varis ihr um den Hals, stob dann aber gleich davon, um seine nötigsten Sachen zu packen und sich sogleich aufzumachen, seine neue Aufgabe zu erfüllen.

Er war keine 500 Meter gelaufen da kamen ihm bereits, wie vorher bestimmt, zwei Freunde entgegen: Orm Bärentöter, ein Mensch über dessen Gesellschaft sich Varis im Schrein immer sehr gefreut hatte. Er hatte außerdem den Zwerg im Schlepptau, der den Anfang von Varis´ großem Abenteuer machen sollte…

Varis Galanodel

Legenden der Schwertküste _owly_